The Easy Riders Tour – Ein Abenteur auf zwei Rädern

Ihr seid abenteuerlustig, mit leichtem Gepäck unterwegs und wollt Vietnam von einer ganz anderen Seite entdecken? Dann solltet ihr darüber nachdenken eine Motorrad Tour mit den Easy Riders zu unternehmen. Hier habt ihr die Möglichkeit Vietnam hautnah zu erleben und ganz unterschiedliche Orte und Menschen zu begegnen.

Allgemeines

Die Easy Riders sind ein Unternehmen mit denen ihr geführte Motorrad Touren durch Vietnam durchführen könnt. Dabei hat sich die Vereinigung nach eigenen Angaben es zum Ziel gesetzt euch Vietnam von einer anderen Seite zeigen zu wollen. Dazu führen sie euch an beeindruckenden Landschaften vorbei zu den ethnischen Minderheiten, zeigen euch spektakuläre Orte wie verborgene Wasserfälle, Führen euch zur lokalen Landwirtschaft und Fabriken, gehen mit euch feiern und erzählen euch eine Menge vom Land selbst. Sie selbst achten sehr auf den Zustand ihrer Motorräder, was wir nur bestätigen können. Je nach dem von ihr aus startet kann eure Tour völlig anders als unsere sein.

Positives & Negatives

  • + Abenteur
  • + Vielfätigkeit
  • + Natur
  • + Vietnam Hautnah
  • + Besuch bei ethnischen Minderheiten
  • + Spaßiger Fahrer
  • – Krasser Verkehr, Streckenverhältnisse

Die Strecke

Unsere Tour dauerte insgesamt 5 Tage in denen wir fast 1000 Km zurück legten. Von Nha Trang aus reisten wir ins Landesinnere an den Lắk Lake. Von da aus fuhren wir über Boun Ma nach Kon Tu und in die Highlands bis hin zu unserem Ziel Hội An.

Wann immer wir hielten und ich ein Signal hatte, speicherte ich den Ort. Unsere einzelnen Stops könnt ihr daher der Karte entnehmen.

Auf unserer Route schliefen wir in Hotels die unser Fahrer für uns buchte. Eines von ihnen, das Eden Hotel in Boun Ma besaß nach hinten eine riesige Terrasse unter der es trotz, dass es sich mitten in der Stadt befand, wie im Dschungel aussah. Die Hotels waren schon in dem Preis mit inbegriffen, auch gab es in einigen von ihnen abends Verpflegung.

Die Straßenverhältnisse sind nicht mit Europa vergleichbar. Überall war die Straße aufgerissen, befand sich im Bau oder war schlichtweg einfach nicht vorhanden. Das kam nicht nur in ländlichen Gebieten sondern auch auf Haupt- und Schnellstraßen vor. Der Verkehr war total verrückt aber handelbar. Es kam sogar vor, dass hinter einer Kurve eine Kuhherde lauerte. Aber gerade mit unserem Fahrer an unserer Seite fühlten wir uns sicher und alle von uns kamen heil und unversehrt am Ziel an.

Die Abwechslung machts

Auf unserer Tour von Nha Trang bis nach Hội An hielten wir an den unterschiedlichsten Orten. Hin und wieder zeigte uns Skinny Tapioga oder Zuckerrohr Plantagen, Fischerhäfen, eine Ziegel- und Cashew-Verarbeitungsfabrik, Kriegsdenkmäler, Vulkankraterseen oder hielt mit uns in Gegenden wo nichts mehr wuchs um uns auf die Auswirkungen des Giftes Agent Orange aufmerksam zu machen. Auch war gerade die Reisernte in vollem Gang, sodass wir auf den Feldern zusehen konnten und überall auf den Straßen der Reis zum trocknen verstreut war. An einer Teeplantage halfen wir den einheimischen bei der Ernte, zum Dank wurden wir von dem Bauer auf eine Bambus Bong eingeladen. Eine weitere Erinnerung an die ich mich sehr gerne erinnere, war ein traumhafter Wasserfall in einem Nationalpark oder der unglaubliche Sonnenuntergang in Kon Tu.

Am großen See Vietnams

Unsere erste Station war der Lak Lake. Dort schliefen wir im Van Long Lak Lake Hotel. Das Besondere an diesem Hotel war die Unterkunft selbst. Wir übernachtete in den für die Region typischen Hütten welche nur aus Bambus und den Blättern von Bananenbäumen bestehen. Auch konnten wir dort auf Elefanten reiten. Das bereute ich aber sehr, denn anders als in meiner Vorstellung, gab es kein partnerschaftliches Verhältnis von Mensch und Tier. Mein Elefantenführer hatte einen großen Speer, mit welchem er in die Ohren des Elefanten stach, wenn dieser nicht spurte. Einige Löcher in den Ohren des Elefanten zeugten davon, dass er auch sonst davon Gebrauch machte. Auch bockte mein Elephant öfters und wollte einen anderen Weg einschlagen. Ich spürte richtig, wie der Elefant keine Lust auf den Ausflug hatte.

Party Level Vietnamese

Abends ging Skinny mit uns in einen Club oder zeigte uns die typisch vietnamesische Gastronomie. Im übrigen lässt man hier seine Essensreste einfach auf den Boden fallen. Bedienstete fegen später alles zusammen oder es schnappen sich die Hunde. Das Besondere an den Clubs, in denen wir waren, war der übertriebene Service. Auf 4 Gäste kam gefühlt ein Bediensteter, welcher an den Tischen verweilt und kontinuierlich dafür sorgt, dass eure Getränke nie alle werden. Auch bekam einer meiner Reisegefährten beim Toilettengang ein nasses Lacken in den Nacken gelegt. Wir mussten den Club leider vorzeitig verlassen, da die einheimische Mafia die Tanzfläche für sich gebucht hatte. Skinny führte uns dann sehr schnell aus dem Club heraus.

Vietnam - Easy Riders Tour - Feiern in Disko

Die Menschen in Vietnam

Einen bleibenden Eindruck haben aber vor allem die Besuche bei den Einheimischen hinterlassen. Einmal hielten wir in einem Waisenhaus und spielten mit den Kindern. Auch setzten wir uns zu ihnen in den Englischunterricht. Sie sangen für uns. Skinny führte uns zu den ethnischen Minderheiten. Eine von Ihnen, die K’tu oder Ktul lebten etwas abseits der Ho Chi Minh Straße wie vor 100 Jahren in Holzhütten. Sie sind Selbstversorger und ihren Lebensunterhalt bestreiten sie durch Viehzucht und Ackerbau. Wir brachten ihnen Süßigkeiten als Gastgeschenk vorbei und wurden von ihnen herzlichst empfangen.

Unser Fahrer von den Easy Riders

Skinny war ein sehr guter Fahrer und er fuhr stets voraus um an unübersichtlichen Stellen zu schauen ob wir überholen können. Auch wies er uns stets mit Handzeichen darauf hin, wenn eine gefährliche Stelle drohte, da in Vietnam die Straßen oftmals (auch der Freeway) einfach in einem Schotterfeld enden. Er achtete sehr auf den verrückten Verkehr in Vietnam und ihm gingen nie die Sprüche aus.

Vietnam - Easy Riders Tour - Motorrad POV

Fazit zur Easy Riders Tour

Wenn ich mich heute an Vietnam zurück erinnere, dann war die Easy Riders Tour das Erlebnis von welchem ich mit der größten Begeisterung erzähle. Mein persönliches Highlight. So viel Abwechslung, so viel Abenteuer, so viel Natur, so viel Wissen bekam ich nirgendwo sonst in Vietnam. So hautnah wie in diesen 5 Tagen habe ich Vietnam sonst kaum erlebt.

Eine Anmerkung zu “The Easy Riders Tour – Ein Abenteur auf zwei Rädern

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