Erstes Lebenszeichen aus Dahab

Sunny Dahab!

Mittlerweile bin ich etwas über einen Monat in Dahab & habe noch nichts von mir hören lassen… Jetzt wirds Zeit.

Anders als bisher sind Stephan und ich diesmal nicht auf Backpacking-Tour, sondern probieren uns als digitale Nomaden aus.

Dahab ist wundervoll. Ich kann es nur immer wieder betonen. Eine Stunde Fahrtweg von Sharm el Sheik durch die Wüste landet man in dem Hippieort im Süden der Sinaihalbinsel. Hier treffen so viele unterschiedliche Nationalitäten zusammen. Viele Europäer sind hier her ausgewandert oder haben sich einen zweiten Wohnsitz geschaffen. Aus diesem Grund ist Dahab auch so anders. Ich kann die Klischees nicht bestätigen…. Bisher wollte mich noch niemand für Kamele kaufen und die Lage hier ist deutlich sicherer als in Berlin! Hier habe ich zumindest keine bedenken nachts alleine nach Hause zu laufen.

 

Dahab ist ein Dorf!

– vielleicht ein bisschen schlimmer… Bei meiner Ankunft wurde ich mit offenen Armen empfangen. Die Menschen hier sind so unglaublich herzlich. Gleich in der ersten Woche habe ich gefühlt halb Dahab kennengelernt. Jeder kennt jeden, eben wie auf dem Dorf. Sie lieben ihren kleinen Ort, aber es bleibt ihnen auch nicht viel anderes übrig. Schnell mal eben in die Stadt oder ins nächste Dorf geht nicht mal eben… In Dahab muss man eine Stunde durch die Wüste fahren….

Ziegen auf der Straße

Wir entdecken Ägypten

Dafür, dass sich das Leben hier auf einem Fleck tummelt hat Dahab extrem viel zu bieten. In meinem ersten Monat habe ich bereits in der Wüste bei den Beduinen in Strohhütten geschlafen, habe meinen ersten Tauchgang gemacht, war in der Blue Lagoon und der Dahab Lagoon schwimmen, am Blue Hole und am Light House schnorcheln, habe Abends in der Wüste die „Vadi Party“ zelebriert und noch unzählige Dinge auf meiner To-Do Liste…. Kiten, Windsufren, Colored Canyon, White Canyon, weitere Tauchgänge, eine Wüstentour auf dem Kamel, den Mosesberg hochwandern und zum Katharinenkloster…

 

Reisen und Arbeiten verbinden

Natürlich liegen wir nicht nur den ganzen Tag an der Strandpromenade, schlürfen unseren Eiskaffee und machen Urlaub, obwohl das ganz schön oft vorkommt. Langsam muss ein bisschen Geld in die Tasche kommen… Mit ein paar Ersparnissen und einer kurzweiligen Werkstudentenstelle bin ich angekommen. Anfangs schien die Suche nach Jobs, die ich von Ägypten aus tätigen kann, ganz einfach. Ich war wirklich überrascht und voll motiviert, leider hielt das nicht sehr lang. Ich musste feststellen, dass man als Freelancerin oft nicht erst genommen wird, kein angemessenes Gehalt bekommt und mit viel Konkurrenz zu tun hat. Von meiner Euphorie ist nicht viel übrig geblieben, aber ich blieb dran und konnte einige Jobs ergattern. Jetzt muss sich zeigen, wie Zeitaufwändig die arbeiten sind und natürlich auch wie lukrativ.

Die größte Einsicht, die ich bisher gemacht habe ist, dass nur weil man im Paradies lebt, nicht alles rosa rot ist. Auch hier gibt es Krisen, schlechte und gute Tage. Probleme, mit denen man sich auseinandersetzen muss, aber meist sieht die Welt nach einem guten Eiskaffee mit Meerblick, gleich viel schöner aus.

 

Ich schicke euch ganz viel Sonne nach Deutschland

Alina

P.S: Auch wenn es hier gerade sehr still ist, auf unserer Instagramseite gibt es täglich neue Fotos.

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